Florian dachte, er wüsste wo sein Geld hingeht
Florian, 44, Freiberufler mit unregelmäßigem Einkommen, hatte jahrelang kein Budget. Er schätzte seine Fixkosten auf rund 1.100 Euro. Die tatsächliche Zahl nach einer genauen Auswertung: 1.680 Euro.
Der Unterschied lag nicht in großen Positionen. Es waren Jahresgebühren, die monatlich kaum auffallen, ein Streaming-Dienst auf der Kreditkarte eines alten Kontos, eine Haftpflichtversicherung mit Beitragserhöhung aus dem Vorjahr.
Wie er vorgegangen ist
Er listete alle Daueraufträge und alle regelmäßigen Lastschriften der letzten zwölf Monate auf – nicht nur die des letzten Monats. Das ist der entscheidende Unterschied, weil viele Kosten jährlich oder quartalsweise abgebucht werden und im Monatsblick unsichtbar bleiben.
Danach teilte er jeden Jahresbetrag durch zwölf und trug ihn als monatlichen Durchschnitt ein. So entstand ein realistisches Bild der tatsächlichen monatlichen Last.
Was sich konkret verändert hat
Florian kündigte vier Verträge und passte zwei weitere an. Das entlastete sein Budget um monatlich etwa 95 Euro. Kein großer Sprung – aber er weiß jetzt, was er wirklich ausgibt, bevor er entscheidet, was er sich leisten kann.
Sein Rat: Wer budgetieren will, sollte nicht mit dem Sparen anfangen, sondern mit dem Verstehen. Erst dann hat jede Entscheidung eine echte Grundlage.